
Das britische Unternehmen Certo Aerospace hat die unbemannte Hubschrauberdrohne CAPSTONE als Plattform für die U-Boot-Abwehr demonstriert.
Laut Defence Blog wurde der Test im Rahmen des Technologie-Demonstrationsprogramms ATLANTIC BASTION der Royal Navy durchgeführt und konzentrierte sich auf die Fähigkeit der Drohne, Unterwasserziele mithilfe von Sonarbojen zu erkennen, zu lokalisieren und zu verfolgen – schwimmende akustische Sensoren, die die Aktivität von U-Booten überwachen.
Während des Tests, der am 23. Februar stattfand, führte das Fluggerät zwei Stunden lang Missionen durch und trug dabei ein Set von Sonarbojen in Verbindung mit dem akustischen Prozessor UYS-506 von General Dynamics Mission Systems.
Die von den Sonarbojen gesammelten Daten wurden von der Drohne an die CAPSTONE-Bodenstation übertragen, wo das UYS-506-System sie verarbeitete. Dadurch konnten die Bediener die Unterwasserumgebung in Echtzeit überwachen, einschließlich akustischer Signale, Zielkoordinaten und Bewegungsparameter.
Die Informationen wurden von QinetiQ über ihr Tool Sonobuoy Data Creator bereitgestellt, das bereits zur Unterstützung des U-Boot-Abwehrsystems des Merlin-Hubschraubers der Royal Navy eingesetzt wird. Der Test umfasste auch eine transatlantische Steuerung und Kontrolle über Starlink-Satellitenkommunikation, wodurch akustische Daten und Systemsteuerung über große Entfernungen übertragen werden konnten.
Für die Royal Navy liegt die Bedeutung des Tests darin, wie er die Reichweite ihrer bestehenden U-Boot-Abwehrflotte erweitern könnte. Bemannte Hubschrauber wie der Merlin bleiben zentral für die Mission, doch ein unbemanntes Luftfahrzeug, das lange in der Luft bleiben kann, bietet eine zusätzliche Abdeckungsschicht und reduziert das Risiko für das Personal.
„Dieser Flugtest hat gezeigt, dass wir eine neue entscheidende Komponente in die geplante Mischung der Marine aus bemannten und unbemannten Luftsystemen für zukünftige ASW-Fähigkeiten liefern können. Der Einsatz von Capstone für ASW wird die operative Effektivität erhöhen und gleichzeitig Kosten sowie Risiken für das Personal senken“, erklärte Justin Tooth, CEO von Certo Aerospace und ehemaliger Lynx-Pilot der Marine.
Foto: Certo Aerospace. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
